Politforum 09/26
Worb: hitzebeständig und klimafreundlich
Die Klimakrise bestimmt den Worber Sommer: 45 Hitzetage heizen Gebäude auf, dörren Felder aus und lassen die Wälder vertrocknen. Gleichzeitig hat sich der Wasserbedarf im Juni verdoppelt, während die Hauptquelle unserer Wasserversorgung nur die Hälfte liefert. Deshalb braucht Worb jetzt wirksame Massnahmen gegen Hitze und Trockenheit, und eine nachhaltige Energieversorgung.
Eindämmung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad ist kaum mehr erreichbar, jedes Zehntelgrad treibt sie weiter an. Wir müssen schleunigst wegkommen von fossiler Energie, Methan reduzieren und CO2 auf netto Null bringen. Die Schweiz verantwortet 1% der weltweiten Emissionen und muss vorangehen. Klimaschutz ist die klügste Zukunftsinvestition.
Worb tut etwas: Netto-Null 2040 für Gemeindebauten und der Anschluss von Verwaltung und Schulen an den Wärmeverbund sind wichtige Impulse. Auch die Begrünungsprojekte am Bahnhofplatz, am Dorfplatz Rüfenacht und der Bahnhofstrasse weisen in die richtige Richtung. Doch das reicht nicht. Worb muss dringend widerstandsfähiger werden!
Die Grünen laden alle ein, die wichtigsten Schritte jetzt konsequent anzupacken:
- Wasserversorgung. Für Trockenperioden braucht Worb ein griffiges Notfallkonzept, und der Wasserverlust im Netz von 13% muss gezielt reduziert werden.
- Lokaler Hitzeplan. Hitze trifft zuerst die Verletzlichsten; ältere Personen, Kinder und draussen Arbeitende müssen besser geschützt werden.
- Schwammstadt-Prinzip. Plätze müssen konsequent entsiegelt und beschattet werden. Jedes Strassenprojekt muss Kühlung durch Begrünung bringen.
- Solaroffensive. Auf Gemeindegebäuden wird noch viel zu wenig Strom produziert. Auf die Eishalle und die öffentlichen Parkplätze gehören Solaranlagen. Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) und die Strom-Speicherung müssen vorangetrieben werden.
Grüne Politik sichert Zukunft. Melden Sie sich und gestalten Sie die Gemeinde Worb mit: gruene-worb.ch.
Urs Gerber
Vize-Präsidium Grüne Worb
