18’696 Unterschriften fordern Berner Solaroffensive

Heute (17.11.2021) hat das Komitee «Berner Solar-Initiative» 18’696 gültig beglaubigte Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht.
Die Berner Solar-Initiative verlangt, dass auf dafür geeigneten Dächern und Fassaden künftig solare Wärme oder Solarstrom produziert wird.

Ein rascher Zubau von Solarenergie im Kanton Bern leistet einen wichtigen Beitrag zur nationalen Energiewende und zum Klimaschutz, der neu als Aufgabe in der Kantonsverfassung verankert ist. Dieser Druck ist nötig. Denn im aktuellen Energiegesetz ist ein Ausbau der Solarenergie selbst bei Neubauten umstritten und wird von der Kantonsregierung abgelehnt.

  
© Benjamin Zumbühl

Der Kanton Bern verfügt über ein riesiges Solarpotenzial, das möglichst rasch genutzt werden soll. Allein auf dafür geeigneten Dachflächen könnten jährlich 9000 GWh Strom produziert werden. Das ist dreimal mehr als die frühere Jahresproduktion des AKW Mühleberg. Die nun eingereichte Initiative fordert, dass auf gut oder sehr gut geeigneten Dächern und Fassaden künftig Solarenergie produziert wird. Bestehende Bauten und Anlagen sind spätestens bis 2040 mit Solaranlagen auszurüsten. Für Härtefälle sind diverse Ausnahmen vorgesehen. Der Kanton schafft gleichzeitig Anreize, damit das Ziel der Solar-Initiative schneller erreicht wird.
 
Solarenergie stärkt lokale Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze
In den vergangenen Jahren haben Schweizer Energieversorger rund sieben Milliarden Franken in erneuerbare Energien im Ausland investiert. Allein die BKW hat Projekte im Umfang von 650 Millionen Franken realisiert. Die Versorgungssicherheit in der Schweiz zu erhöhen, hat gemäss der Aufsichtsbehörde ElCom höchste Priorität. Dazu braucht es vor allem Investitionen in erneuerbare Energien im Inland. Solarenergie auf bestehenden Bauten bietet hier die einfachste und am raschesten umsetzbare Möglichkeit für den notwendigen Zubau. Die Solar-Initiative schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Kanton Bern und sorgt dafür, dass in der Region investiert wird. Davon profitiert die lokale Wirtschaft. Wird eine Solaranlage auf einem Dach gebaut, fliesst rund die Hälfte der Ausgaben an lokale Bau- und Planungsfirmen. Die Berner Solar-Initiative macht Druck, gibt aber mit einem Zeithorizont von 2040 die notwendige Planungssicherheit und Zeit, um das notwendige Know-how im Kanton Bern weiter aufzubauen. Ohne die Initiative wird all dies nicht geschehen.
 
Ursprünglich hatte der Regierungsrat in der aktuellen Revision des kantonalen Energiegesetzes vorgesehen, dass grundsätzlich die gesamte gut geeignete Dachfläche von neuen und sanierten Gebäuden mit Solaranlagen auszurüsten ist. Inzwischen folgt die Regierung aber der Kommissionsminderheit und beantragt, diese Vorgabe aus dem Gesetz streichen.
 
Gestützt auf die deutliche Annahme des Klimaschutzziels in der Berner Kantonsverfassung im September kann der Kanton Bern nur dank der Solar-Initiative eine innovative Vorreiterrolle als Solarkanton einnehmen.
 
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